Kategorie: Anästhesie
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Rocuronium
Rocuronium ist DAS Muskelrelaxans in der Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin. Als kompetitiver nicht-depolarisierender Antagonist an nikotinergen Acetylcholin-Rezeptoren (nAChR) wirkt es erschlaffend auf die Skelettmuskulatur. Die Folge ist eine Paralyse inkl. Atemstillstand. Es erleichtert Atemwegsmanagement, Beatmung und die Operationsbedingungen (besonders im Bauch oder Thorax), da der Tonus der Muskulatur nachlässt. Als typische Einleitungsdosis empfehlen sich im…
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PONV
PONV ist die Abkürzung für “Postoperative Nausea and Vomiting” – also postoperative(s) Übelkeit und Erbrechen. Grundsätzlich kann sich jeder etwas darunter vorstellen und tatsächlich handelt es sich um eine der häufigsten Komplikationen nach einer Allgemeinanästhesie. Die Grundlage dieses Artikels ist die PONV-Leitlinie 2025. Ist PONV gefährlich? Typische Antwort: “Es kommt darauf an”. Einmaliges Erbrechen wird…
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Wie mache ich eine Narkose?
Grundsätzlich bezieht sich dieser Post auf die Einleitung einer Allgemeinanästhesie in einem geplanten Setting bei Patienten ohne wesentliche Risikofaktoren. Wir gehen daher davon aus, dass der Patient völlig gesund ist. Bitte berücksichtigt, dass die Darstellung der Narkose hier auf das Einfachste heruntergebrochen ist, um Menschen, die damit noch keine oder kaum Berührungspunkte haben, eine leichtere…
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Laryngospasmus
Unter einem Laryngospasmus versteht man eine anhaltende Kontraktion der quergestreiften supraglottischen Larynxmuskulatur mit Verschluss der Glottis, Taschenfalten und aryepiglottischen Falten aufgrund Irritation des Larynx. Dieser Reflex wird über den N. laryngeus superior vermittelt und dient primär dem Aspirationsschutz. Die Terminierung erfolgt üblicherweise durch medizinische Therapie oder Hypoxie. Trigger Zu den Auslösern zählen v.a. Sekrete, Blut,…
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Etomidat
Etomidat ist ein Hypnotikum, das an GABA-Rezeptoren agonistisch wirkt. Es weist keine schmerzstillenden Eigenschaften auf. Die Wirkdauer beträgt ~ 5 Minuten. Seine primäre Anwendung findet es bei der Narkoseeinleitung von kritisch kranken Patienten (0,2-0,6 mg/kg i.v.), da der Blutdruck stabil bleibt (Vasokonstriktion durch Wirkung an α2B, Link) und der myocardiale O2-Verbrauch nicht erhöht wird. Dies…