Gerade ist eine sehr interessante Studie (28. Mai 2026) erschienen, die sich mit Antibiotika-Spiegeln bei kritisch kranken Kindern beschäftigt. Konkret geht es um Meropenem und Piperacillin/Tazobactam, die in hoher Dosis mehrmals täglich verabreicht wurden. Dabei kam heraus, dass nur selten die eigentlich geforderten therapeutischen Dosen erreicht werden.
Man sollte diese Studie lesen, um seine eigenen Schlüsse daraus zu ziehen, das Thema ist durchaus kompliziert – insbesondere da es um Kinder geht (da gibt es ja nochmal weniger Studien). Wir wissen aber jedenfalls schon jetzt für unsere tägliche Praxis, dass die Sepsis-Leitlinien (für Erwachsene) eine kontinuierliche Gabe von ß-Laktamen empfehlen. Man sollte diese Studie daher als einen weiteren Baustein nehmen, der klare Hinweise darauf gibt, die klinische Praxis zu ändern und (wie ohnehin gefordert) auf kontinuierliche Gabe umzustellen.